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Vertrauen und Empathie

Die erste Begegnung mit einem Klienten* ist wie ein Blinddate zwischen 2 Menschen, die sich kennenlernen wollen, sich "beschnuppern" und dann entscheiden ob es passt oder nicht. Worum geht es? Es geht um das Gefühl des Vertrauens und dessen Bildung. Wohlgefühl, ankommen, wahrgenommen zu werden, akzeptiert zu werden. Sich zu öffnen, gerade in einer belastenden Situation, ist schwere Arbeit und keine Selbstverständlichkeit.

 

 

 

Hilfsmittel wie Testungen, Lebenszeitleisten, Multiple Choice Bögen etc. sind Bestandteile für das Einholen von Informationen. Aber...sie sollten möglichst auch Hilfsmittel bleiben. Wir erleben es tagtäglich das die momentane Befindlichkeit ausschlaggebend ist. Das man erst einmal genau zuhören muss. Wenn jemand den Mut aufbringt jetzt, hier und heute um Hilfe bittet, dann ist das hier und heute der erste Ansatzpunkt. Natürlich ist die Vergangenheit für die Ermittlung von vielen, möglichen Ursachen unerlässlich. Aber die dafür zu Verfügung stehenden Standardwerke bilden nicht alles ab und lassen oftmals ganz wesentliche Detailinformationen offen.

 

Empathie gibt es nicht im Appstore...das Aufspüren der Gefühlslage des anderen, Akzeptanz ohne Bewertung, "Deine" Probleme kann ich sehen...all das macht aus den Problemen des Klienten ein Bild das es zu Erfassen gilt. Sich auf das gesagte einzulassen fördert über die Zeit ein Grundvertrauen. Man erreicht die Offenheit, ohne das dies als Belastung und Stress empfunden wird. Im besten Fall wird es zur Normalität, weil das gegenseitige Vertrauen vorhanden ist und jeder der Beteiligten das Gefühl der Wertschätzung bekommt. Klient und Berater sind ein Team. Auch wenn es Kolleginnen und Kollegen gibt, die eine ganz andere Auffassungen vertreten, so sind wir der klaren Meinung das Augenhöhe im Umgang miteinander wichtig ist. "Ich bin bei Dir" finden wir besser als "Du bist bei mir". Vertrauen kann man auch erhalten, wenn man selbst einen Vertrauensvorschuß abgibt.

 

Das Leben wird nicht durch Fragebögen bestimmt, sondern durch Entscheidungen die zumeist aus den eigenen Gefühlen entstehen und getroffen werden. Fragebögen sind Hilfsmitten, Psychopharmaka sind Hilfsmittel, Bücher sind Hilfsmittel...aber der beste Ansatz ist Empathie und ein entspanntes Vertrauen im Gespräch.

 

Euer

Frank Oleschko

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